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Die Regionalagentur NiederRhein ist Erstberatungsstelle für das Programm unternehmensWert:Mensch.

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Zahlt sich aus: Die Bildungsprämie Drucken E-Mail

Investieren in Bildung mit öffentlicher Förderung - Regionalagentur NiederRhein ist seit dem 01. Januar 2009 anerkannte Beratungsstelle für die Bildungsprämie

Duisburg - 12. Januar 2009 - In Deutschland bilden sich nach wie vor zu wenige Menschen weiter. Um das zu ändern, hat die Bundesregierung die Bildungsprämie beschlossen und begründet ihr Engagement mit dem Ziel, „Deutschlands wichtigste Ressource Bildung stärker für wirtschaftliche Dynamik und persönliche Aufstiegschancen zu erschließen“.

 

Im internationalen Vergleich zeigt sich: Nur wenige Erwerbstätige zieht es nach Dienstschluss in Seminare und Trainings. Es nehmen mehr als doppelt so viele Erwerbstätige aus Dänemark, Schweden, Großbritannien und den USA an Weiterbildungen teil als in Deutschland, berichtet die Stiftung Warentest in einem Spezialheft „Weiterbildung Kompakt“.

 

Mit der Einführung der „Bildungsprä­mie“ steht ein neues, aus drei Komponenten bestehendes Finanzierungsmodell zur Förderung der Weiterbildung Beschäftigter zur Verfügung. Die Bil­dungsprämie soll Weiterbildung auch für Menschen mit geringem oder mittlerem Einkommen ermöglichen. Sie soll Anreize schaffen, in die eigene Bildung und Weiterbildung zu investieren. Das Prinzip ist einfach: Wer in seine Bildung investiert, wird dabei über staatliche Zuschüsse und Finanzierungsmöglich­keiten unterstützt.

Der Startschuss für den Prämiengutschein als eine der drei Förderkomponenten der Bildungsprämie ist am 1.12.2008 ge­fallen. Dieses Vorhaben wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und aus dem Europäischen Sozialfonds der Europäischen Union gefördert. Am 01.01.2009 hat die Regionalagentur NiederRhein, c/o Stadt Duisburg, die Tätigkeit als Beratungsstelle der Bildungsprämie aufgenommen und informiert alle Interessierten aus der Region hierzu. „Damit wird unser Beratungsangebot um einen weiteren interessanten Eckpfeiler ergänzt“, so Dr. Jens Stuhldreier, Leiter der Regionalagentur NiederRhein.

Als anerkannte Beratungsstelle ist die Regionalagentur NiederRhein autorisiert, Prämienberatungen anzubieten und Gutscheine auszustellen. „Dabei handelt es sich um eine finanzielle Unterstützung des Bundesbildungsministeriums für die persönli­che, allgemeine berufliche Weiterbildung als Vorsorge für eine erfolgreiche Beschäftigungs­biographie", erläutern Magdalena Kowalczyk und Karin Schillings von der Regionalagentur NiederRhein. Die Verwirklichung des Lernens im Lebenslauf ist entscheidend für die Perspektive des Ein­zelnen, den Erfolg der Wirtschaft und die Zukunft der Gesellschaft. Durch finan­zielle Anreize sollen mehr Menschen zur individuellen Finanzierung von Weiterbildung moti­viert und befähigt werden. Außerdem müssen Bildungsausgaben als Investition verstanden werden - auch von denen, die bislang noch nicht in ihre eigene Weiterbildung investieren.

Dies geschieht mit Hilfe der neuen Bildungsprämie und den drei Programmbausteinen zur Finanzierung von individueller beruflicher Weiterbildung: Prämiengutschein, Weiterbildungssparen und Weiterbildungsdarlehen. Ein „Prämiengutschein“ ist die schriftliche Zusage, dass ein Teil der Weiterbildungskosten übernommen wird. Einmal jährlich kann die Teilnahme an einer beruflichen Weiterbildung gefördert werden. Sie darf nicht innerbetrieblich stattfinden und muss über eine arbeitsplatzbezogene Anpassung hinausgehen. Einen Gutschein in Höhe von max. 154 € können Erwerbstätige erhalten, deren zu versteuerndes Jahreseinkommen derzeit 17.900 € (oder 35.800 € bei ge­meinsam Veranlagten) nicht übersteigt. Mindestens die gleiche Summe muss der Lerner selbst für die Weiterbildung aufbringen. Für eine Förderung kommen Weiterbildungen in Betracht, die den Beschäftigten auf dem Arbeitsmarkt attraktiver machen. Das Portfolio reicht von betriebswirtschaftlichen Workshops bis zu Kursen in Business-Englisch. Mit dem "Weiterbildungssparen" wird im Vermögens­bildungsgesetz (VermBG) zur Finanzierung von Weiterbildung eine Entnahme aus den Gut­haben erlaubt, auch wenn die Sperrfrist noch nicht abgelaufen ist. Ein “Weiterbildungs­darlehen“ ist für kostenintensive Lehrgänge gedacht und kann auch bei höheren Einkommen in Anspruch genommen werden. Öffentlich-rechtliche Banken gewähren den Antragstellenden einen Kredit, um eine Weiterbildung zu finanzieren. Rechts­grundlage wird eine entsprechende Förderrichtlinie sein. Die Einführung des Weiterbildungsdarlehens ist im Frühjahr 2009 vor­gesehen.  

Beratungen und Gutscheine:

Die Prämiengutscheine können Sie in ausgewählten Bera­tungsstellen anfragen. Die Liste der ausgewählten Beratungsstellen steht im Internet (www.bildungspraemie.info) unter dem Menüpunkt "Für an Weiterbildung Interessierte". Wer den Prämiengutschein in Anspruch nehmen möchte, muss vorerst ein Beratungsgespräch bei einer der anerkannten Beratungsstellen absolvieren.


Das Verfahren im Überblick:

  1. An Weiterbildung Interessierte suchen eine Beratungsstelle auf, die Gutscheine aus­stellen kann. Im Rahmen einer Prämienberatung werden die persönlichen Vorausset­zungen, das Weiterbildungsziel und die Anforderungen an die Weiterbildung geklärt. Wenn sie erfüllt sind, wird ein Gutschein ausgestellt.
  2. Die Beratungsstelle nennt auf dem Prämiengutschein das Weiterbildungsziel und geeig­nete Weiterbildungsanbieter. Sie erklärt die Finanzierungsmöglichkeiten.
  3. Sie buchen bei einem der genannten Weiterbildungsanbieter einen Kurs oder eine Prü­fung für das auf dem Gutschein angegebene Weiterbildungsziel. Der Weiterbil­dungsanbieter akzeptiert bei Annahme des Prämiengutscheins die anteilige Beglei­chung der Gebühren in Höhe des Gutscheinwertes mit dem Prämiengutschein.
  4. Der Weiterbildungsanbieter beantragt bei der Service- und Programmstelle Bildungs­prämie die Zuwendung in Höhe des Gutscheinwertes.

Weitere Informationen unter der kostenlosen Hotline 0800 - 2623 000, per Mailanfrage an Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spam-Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können  oder bei der Regionalagentur NiederRhein:

Kontakt
Beratungsstelle BildungsprämieStadt DuisburgAmt für Statistik, Stadtforschung und Europaangelegenheiten
Regionalagentur NiederRhein
Bismarckstr. 150-15847049 Duisburg (Neudorf)Tel: (02 03) 2 83 - 42 08

www.regionalagentur-niederrhein.de

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icon"Zahlt sich aus: Die Bildungsprämie" - Pressemitteilung vom 12.01.2008 (70.14 KB)