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Informationen zur Bildungsprämie

Die Verwirklichung des Lernens im Lebenslauf ist entscheidend für die Perspektive jedes Einzelnen, den Erfolg der Wirtschaft und die Zukunft der Gesellschaft. Damit Beschäftigte stärker in die persönliche, allgemeine berufliche Weiterbildung investieren, führte das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit der "Bildungsprämie" seit dem 01.12.2008 schrittweise in ganz Deutschland ein neues Finanzierungsmodell ein.

Die Bildungsprämie umfasst zwei Finanzierungskomponenten: einen „Prämiengutschein" und das so genannte „Weiterbildungssparen".

Der Prämiengutschein
Mit dem Prämiengutschein unterstützt der Bund Erwerbstätige in ihrem Fortbildungsinteresse, indem er 50 Prozent der Weiterbildungskosten übernimmt, maximal 500 Euro. Pro Person kann im Rahmen dieser Förderrichtlinie alle zwei Jahre ein Prämiengutschein ausgestellt werden. Wichtig: Erst beraten lassen, dann anmelden!

Das Weiterbildungssparen
Mit dem "Weiterbildungssparen" wird im Vermögensbildungsgesetz (VermBG) zur Finanzierung von Weiterbildung eine Entnahme aus dem angesparten Guthaben erlaubt, auch wenn die Sperrfrist noch nicht abgelaufen ist. Die Arbeitnehmersparzulage geht dabei nicht verloren.

Beide Komponenten der Bildungsprämie sind miteinander kombinierbar: Mit dem Prämiengutschein lassen sich die Kursgebühren reduzieren und die restlichen Kosten über das Weiterbildungssparen finanzieren.

 

Wer wird gefördert?

Prämiengutschein:

  • Erwerbstätige in Deutschland, die befugt sind in Deutschland zu arbeiten und durchschnittlich mindestens 15 Stunden in der Woche erwerbstätig sind und deren zu  versteuerndes Jahreseinkommen die Beträge von 20.000 Euro (oder 40.000 Euro bei gemeinsam Veranlagten) nicht übersteigt
  • Beschäftigte während der Mutterschutzfrist oder in Elternzeit unterhalb der genannten Einkommensgrenzen.
  • Arbeitnehmerinnen bzw. Arbeitnehmer und Selbstständige, deren Erwerbseinkommen trotz der Mindestarbeitszeit unter den Regelleistungen der Grundsicherung liegt und die daher zu ihrem Erwerbseinkommen aufstockende Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch II erhalten.

 Nicht gefördert werden:

  • Beschäftigte in öffentlich geförderten Beschäftigungsverhältnissen.
  • Schülerinnen und Schüler, Auszubildende, Studierende, Rentner bzw. Rentnerinnen und Pensionäre.
  • Alle anderen Personen, die die oben genannten Anforderungen nicht erfüllen.
Pro Person kann im Rahmen dieser Förderrichtlinie alle zwei Kalenderjahre ein Prämiengutschein ausgestellt werden. Ausschlaggebend ist das Datum des Beratungsprotokolls. Der Prämiengutschein ist für einen Zeitraum von maximal 6 Monaten gültig.

Weiterbildungssparen:

Die Vorteile des Weiterbildungssparens können all diejenigen in Anspruch nehmen, die über ein mit Arbeitnehmersparzulage gefördertes Ansparguthaben verfügen. Dies gilt unabhängig vom derzeitigen Einkommen.

Weitere Infos zum Weiterbildungssparen: hier

 

Was wird gefördert?

Der Prämiengutschein dient der individuellen beruflichen Weiterbildung in Form von Lehrgängen, Kursen oder Seminaren sowie Prüfungen. Dies sind grundsätzlich Weiterbildungsmaßnahmen, die für die Ausübung der aktuellen oder zukünftigen beruflichen Tätigkeit relevant sind, die wichtige Kenntnisse und Fertigkeiten vermitteln und Kompetenzen erweitern. Dies reicht vom Lehrgang für ein PC-Programm über Kompakt-Sprachkurse bis hin zu fachspezifischen Fortbildungen, wie etwa einem Grundlagenkurs für Existenzgründer. Der Prämiengutschein darf ausschließlich für die unmittelbaren Prüfungs- oder Veranstaltungsgebühren eingesetzt werden. Neben- oder Folgekosten insbesondere für Anfahrt, Verpflegung oder Übernachtung sind nicht förderfähig. 

Prämiengutscheine dürfen nicht ausgestellt bzw. eingesetzt werden für:

  • Weiterbildungen, die der Gesundheitsprävention, der Persönlichkeitsentwicklung, der Erholung, der Unterhaltung, der privaten Haushaltsführung, der sportlichen und künstlerischen Betätigung oder der sonstigen allgemeinen Lebensführung dienen.
  • Weiterbildungen, die der Erfüllung einer regelmäßigen, nachweislichen Fortbildungsverpflichtung dienen.
  • Den Erwerb der allgemeinen Fahrerlaubnis für alle in § 6 der Fahrerlaubnis-Verordnung genannten Klassen.

 

Welche Voraussetzungen gibt es?

Bedingung für den Erhalt eines Prämiengutscheins ist, dass man zu dem o. g. Personenkreis gehört und das zu versteuernde Jahreseinkommen die Grenze von 20.000 Euro nicht übersteigt (bei gemeinsamer Veranlagung gelten entsprechend 40.000 Euro). Die Förderkriterien werden bei einem Beratungsgespräch in einer Beratungsstelle vor Ort individuell geprüft. Zudem werden Ziele, Inhalte und Umfang der geplanten Weiterbildung abgestimmt. Anschließend kann der Gutschein mit der Anmeldung beim Weiterbildungsanbieter eingereicht werden und man erhält eine reduzierte Rechnung.

Eine weitere formale Voraussetzung für eine Förderung ist daher der Besuch einer Bildungsberatungsstelle, die es bundesweit flächendeckend gibt. Über die Website http://www.bildungspraemie.info/ oder über die kostenlose Hotline 0800-2623 000 kann jeder erfahren, wo sich die nächste Beratungsstelle befindet. 

  

Ihre Ansprechpartner/-innen bei der Regionalagentur NiederRhein:


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Dipl.-Kff. Magdalena Kowalczyk
Telefon: 0203 283-4997
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Dr. Jens Stuhldreier (DU)
Telefon: 0203 283-4208 Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spam-Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können



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Dipl.-Kff. Karin Schillings
Telefon: 0203 283-2249
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Weitere Infos

www.bildungspraemie.info



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