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10.02.2011: Ergebnisse des Spitzengesprächs im Ausbildungskonsens

Nordrhein-Westfalen wird als erstes Flächenland einen systematischen Übergang von der Schule in Ausbildung und Beruf sowie eine flächendeckende Berufsorientierung an allen Schulen einführen. Darauf haben sich heute (10. Februar 2011) Landesregierung, Wirtschaft, Gewerkschaften, Arbeitsverwaltung und Kommunen im Ausbildungskonsens geeinigt. Für alle Schülerinnen und Schüler der allgemeinbildenden Schulen wird in dieser Legislaturperiode ein verbindliches, standardisiertes, flächendeckendes und geschlechtersensibles Angebot der Studien- und Berufsorientierung umgesetzt. Arbeitsminister Guntram Schneider: „Wir wollen allen Jugendlichen die Chance geben, möglichst rasch eine Ausbildung zu erhalten. Um den Fachkräftenachwuchs zu sichern, müssen wir geeignete Bewerberinnen und Bewerber für eine duale Ausbildung gewinnen. Das ist eine Schlüsselfrage für alle Partner im Ausbildungskonsens.“

Schulministerin Sylvia Löhrmann erklärt: „Unser Ziel ist die qualifizierte Ausbildung aller ausbildungsfähigen und ausbildungswilligen Jugendlichen. Hoffnungslose Fälle können wir uns nicht leisten. Wir wollen sogenannte ‚Maßnahmekarrieren’ verhindern und den Übergang von der Schule in Ausbildung oder Studium verbessern. Dafür haben wir heute im Ausbildungskonsens die Grundlagen geschaffen. Wir wollen die Studien- und Berufswahlorientierung flächendeckend ausbauen und das Übergangssystem wirksam optimieren. Es gilt der Leitsatz: Kein Abschluss ohne Anschluss.“

Mit dem System sollen die derzeit existierenden zahlreichen Übergangsangebote zugunsten des direkten Einstiegs in Ausbildung deutlich reduziert werden. So ist vorgesehen, eine verbesserte Vermittlung in Ausbildung bereits während des Schulentlassjahres zu geben. Durch Berufsorientierung und eine Steigerung der Attraktivität der dualen Ausbildung sollen mehr leistungsstarke Jugendliche für eine betriebliche Ausbildung gewonnen werden. Die duale Berufsausbildung wird dabei auch durch Angebote zum Erwerb der Fachhochschulreife aufgewertet. Zudem sollen Ausbildungs- und Studienabbrüche vermieden werden. Jugendliche mit Förderbedarf bekommen zusätzlich spezielle Hilfen noch in der Schulzeit, um ihre Ausbildungsreife sicherzustellen.

Um all dies zu realisieren, werden Studien- und Berufsberatung, allgemein bildende Schulen und Berufskollegs, Bildungsträger, Betriebe und Wirtschaftsorganisationen in einem kommunal koordinierten Prozess stärker miteinander vernetzt. Das Arbeitsministerium wird die Mittel zur Verfügung stellen, um die notwendige kommunale Prozess-Steuerung sicherzustellen.


"Auf diese Weise kann es gelingen, die Intransparenz im Übergangssystem zu reduzieren und eindeutige und wirksame Passierschienen beim Übergang Schule - Ausbildung zu etablieren", so Dr. Jens Stuhldreier, Leiter der Regionalagentur NiederRhein.