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Neue Initiativen des Landes NRW zur Beruflichen Weiterbildung Drucken E-Mail

24.03.2011: Erfolgreiche Fachtagung "Beste Perspektiven für Unternehmen und Beschäftigte in der Region"

Über neue Strategien zur Förderung beruflicher Weiterbildung und Weiterbildungsberatung diskutierten am Mittwoch, den 23. März 2011, Vertreterinnen und Vertreter des Ministeriums für Arbeit, Integration und Soziales des Landes Nordhrein-Westfalen, der Landesberatungsgesellschaft G.I.B. und der Regionalagenturen in Duisburg. Unter Federführung der Regionalagentur NiederRhein wurden dazu alle Bildungsberatungsstellen der Regionen NiederRhein, Mittlerer Niederrhein sowie Düsseldorf-Kreis Mettmann eingeladen. Gastgeberin der überregionalen Veranstaltung war die Niederrheinische Industrie- und Handelskammer Duisburg-Wesel-Kleve zu Duisburg.

122 kaiserUnternehmen müssen sich in Zeiten von Globalisierung, demografischem Wandel und drohenden Fachkräfteengpässen neuen Herausforderungen stellen; dazu benötigen sie qualifizierte und motivierte Beschäftigte. In vielen Unternehmen ruhen „ungehobene Schätze“: Ältere Mitarbeiter, Frauen und Geringqualifizierte. Ihre Fähigkeiten, Kenntnisse und Potenziale werden gebraucht, wenn sich Unternehmen in Zukunft positiv entwickeln sollen. „Weiterbildung ist der Motor, der die Wirtschaft antreibt, denn ohne Weiterbildung gibt es keine Innovationen. Weiterbildung ist aber auch ein permanenter Prozess, der durch lebensbegleitende Qualifizierung in Gang gehalten wird. Wird der Prozess unterbrochen, dann fehlt den Betrieben das Potenzial für Zukunftsentwicklungen“, betonte Jürgen Kaiser, stellvertretender Geschäftsbereichsleiter Aus- und Weiterbildung der Niederrheinischen Industrie- und Handelskammer.

Mit den neuen Initiativen des Landesarbeitsministeriums in den Bereichen Bildung und Personalentwicklung sollen die Zugänge, die Beratung und die Qualität beruflicher Weiterbildung weiter verbessert werden. 205 lossNeue Gestaltungselemente erhält beispielsweise der Bildungsscheck NRW, mit dem berufliche Weiterbildungsausgaben zur Hälfte bzw. bis zu 500 € bezuschusst werden. Für das Förderprogramm stehen jährlich 14 Mio. Euro aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) zur Verfügung. Bis Mitte 2010 wurden seit 2006 landesweit rund 225.000 Beratungen durchgeführt und rund 387.000 Bildungsschecks ausgegeben. Nun sollen zusätzlich verstärkt Beschäftigtengruppen erreicht werden, die bisher weniger von der Weiterbildungsförderung des Landes partizipiert haben, z. B. geringer qualifizierte Arbeitskräfte, Zeitarbeitnehmer, Personen über 50 Jahre oder befristet Beschäftigte. Unternehmen sollen motiviert werden, diese Beschäftigten mit Blick auf Fachkräftegenerierung und -sicherung im Rahmen ihrer Personalentwicklungsstrategien und Weiterbildungsplanungen zu berücksichtigen.

Transparenz der Angebote für Weiterbildung und Qualifizierung bietet das neue Portal für Weiterbildungsberatung in Nordrhein-Westfalen www.weiterbildungsberatung-nrw.de. Das Online-Portal richtet sich  sowohl an interessierte Bürgerinnen und Bürger, sowie an Unternehmen und  an Weiterbildungsberaterinnen und –berater. Es bietet aktuelle Informationen und Recherchemöglichkeiten zur beruflichen Weiterbildung und zu den unterschiedlichsten Fördermöglichkeiten. Hier besteht auch erstmals die Chance, Bildungsberatung als Online-Beratung in 262 claudia thierfelder Anspruch zu nehmen, die insbesondere Internet erfahrenen Menschen einen guten Beratungseinstieg bieten kann.

Im Rahmen des Angebotspaketes zur Förderung der Kompetenzentwicklung von Beschäftigten in kleinen und mittleren Unternehmen wurde 2011 ein weiteres Förderangebot in NRW aufgelegt, die Qualifizierungsberatung bzw. die Beratung zur Bildungsbedarfsermittlung in Unternehmen. Damit besteht die Möglichkeit, kleinen und mittleren Unternehmen umfassendere, an der Unternehmensstrategie orientierte Qualifizierungsberatungen für einzelne Beschäftigtengruppen, Abteilungen oder größere Unternehmenseinheiten für sie kostenneutral anzubieten. Nicht zuletzt soll ein gänzlich neues Förderinstrument erprobt werden, die Beratung zur beruflichen Entwicklung. Mit diesem Beratungsangebot werden Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer bei der Gestaltung ihrer beruflichen Entfaltung unterstützt, indem vorhandene Kompetenzen bilanziert und realistische kurz- und langfristige Entwicklungsschritte erarbeitet werden. „Wie die Themen dieser Informationsveranstaltung eindrucksvoll dokumentieren, investiert das Land NRW nachhaltig in die Förderung der beruflichen/betrieblichen Weiterbildung mit folgenden Zielen: Einerseits ist das gefestigte Wissen die Konstante, die für die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens gebraucht wird, andererseits werden neue Kenntnisse dazu verwandt, innovative Prozesse anzustoßen und zu gestalten“, so die Zusammenfassung durch Dr. Jens Stuhldreier, Leiter der Regionalagentur NiederRhein. 

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