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Bildungsscheck NRW Drucken E-Mail

24.05.2011: Neuerungen im Bildungsscheck NRW ab dem 30.05.2011

Die geplanten Neuerungen im Bildungsscheckverfahren werden ab dem 30. Mai 2011 umgesetzt. Die Änderungen zielen darauf, in Zukunft noch mehr als bisher Beschäftigte zu erreichen, die sich bisher unterproportional an Weiterbildung beteiligen. Die Evaluation des Bildungsschecks hatte gezeigt, dass insbesondere die Gruppen der Älteren, der Un- und Angelernten, der befristet Beschäftigten und der Zeitarbeitsbeschäftigten am ehesten über den betrieblichen Zugang zu erreichen sind.

Im betrieblichen Zugang gelten zukünftig folgende Änderungen:

Gefördert werden Beschäftigte in KMU (weniger als 250 Beschäftigte), die

  • seit mehr als 4 Jahren nicht mehr im erlernten Beruf arbeiten,
  • keine abgeschlossene Berufsausbildung haben,
  • befristet beschäftigt sind,
  • als Zeitarbeitnehmer/-innen arbeiten oder
  • älter als 50 Jahre sind.

Diese Personen können zudem jährlich einen Bildungsscheck erhalten. Weiterhin gilt, dass zuerst ein Bildungsscheck an eine Person, die den o. g. Kriterien entspricht, ausgegeben werden muss, bevor eine Person ohne diese Merkmalsausprägungen einen Bildungsscheck erhalten kann. Insgesamt können bis zu 20 Bildungsschecks pro Jahr pro Betrieb ausgereicht werden.

Für Beschäftigte, die dem Personenkreis ohne den o. g. Merkmalsausprägungen angehören, gilt nach wie vor die bisherige Regelung. Diese können einen Bildungsscheck nur dann erhalten, wenn sie im laufenden und im vorangegangenen Jahr mit keiner beruflichen Weiterbildung begonnen haben.

Kleine Unternehmen mit bis zu 10 Beschäftigten können bis zu fünf Bildungsschecks für Mitarbeiter/-innen erhalten, die nicht den o. g. Gruppen angehören und die - wie bisher - im laufenden und im vorangegangenen Jahr an keiner beruflichen Weiterbildung teilgenommen haben.

Im individuellen Zugang gelten zukünftig folgende Änderungen:

  • Zukünftig können nun auch Beschäftigte aus Unternehmen mit mehr als 250 Beschäftigten gefördert werden (ausgenommen bleibt allerdings der öffentliche Dienst).
Beschäftigte, die
  • seit mehr als 4 Jahren nicht mehr im erlernten Beruf arbeiten,
  • keine abgeschlossene Ausbildung haben,
  • befristet beschäftigt sind,
  • als Zeitarbeitsbeschäftigte arbeiten oder
  • älter als 50 sind sowie
  • Berufsrückkehrende

können zukünftig jährlich einen Bildungsscheck im individuellen Zugang und zusätzlich einen Bildungsscheck im betrieblichen Zugang erhalten.

  • Beschäftigte, die der o. g. Beschäftigungsgruppe nicht angehören, erhalten nach wie vor einen Bildungsscheck, wenn sie im laufenden und vorangegangenen Jahr mit keiner beruflichen Weiterbildung begonnen haben. Sie können keinen weiteren Bildungsscheck im betrieblichen Zugang erhalten. Diese Regelung gilt auch für Existenzgründer (in den ersten fünf Jahren), unabhängig vom Alter, Berufsausbildung und ihrem erlernten Beruf.