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Arbeitspolitischer Dialog Drucken E-Mail

14.06.2011: Arbeitsminister Guntram Schneider zu Gast in der Region NiederRhein

Auf Einladung der Regionalagentur NiederRhein, der IMBSE e. V. und der Pro Arbeit Niederrhein führte Landesarbeitsminister Guntram Schneider mit Vertretern der Arbeitsagentur Wesel, des Jobcenters des Kreises Wesel, der Niederrheinischen Industrie- und Handelskammer und der Sozialpartner einen arbeitspolitischen Dialog über aktuelle und zukünftige Initiativen der nordrhein-westfälischen Landesarbeitspolitik.

 

ministerbesuch_podium Zu Beginn des Dialogs präsentierte Dr. Jens Stuhldreier, Leiter der Regionalagentur NiederRhein, die Herausforderungen, die die Region NiederRhein und insbesondere der Kreis Wesel in den nächsten Jahren zu bewältigen hat. Dabei spielen die Folgen des demographischen Wandels eine große Rolle. „Die Bevölkerung schrumpft im Kreis Wesel um 7% bis zum Jahr 2030, dadurch verringert sich die Zahl der Erwerbsfähigen, der Wettbewerb um die Fachkräfte in fast allen Branchen wird sich somit weiter verschärfen“, weiß Dr. Jens Stuhldreier. „Den Herausforderungen des Fachkräftebedarfs kann nur mit regionalen Initiativen begegnet werden, zentral verordnete Konzepte machen hier keinen Sinn“, so Dr. Stuhldreier abschließend. Mitveranstalter war Pro Arbeit Niederrhein aus Moers, die im Rahmen der landesweiten Initiative eine Projektidee zur Deckung des Fachkräftebedarfes am Niederrhein vorgestellt haben. Minister Schneider stellte die Überlegungen des Landes dar, bei der Gewinnung von Fachkräften in den nächsten Jahren regionale Ansätze und Initiativen zu unterstützen. Gemeinsam mit der Niederrheinischen Industrie- und Handelskammer will sich Pro Arbeit auch im Kreis Wesel an Projekten beteiligen.

ministerbesuch 9062011_m köppkeRalf Köpke, stellv. Geschäftsführer von Pro Arbeit Niederrhein: „Wir sind schon im letzten Jahr an das Ministerium herangetreten und haben die Idee vorgetragen aus dem Bereich der Langzeitarbeitlosen mit Unterstützung und Qualifizierung Potentiale zu entwickeln auch Fachkräfte für den Arbeitsmarkt am niederrhein zu gewinnen.“ Mit Unterstützung der Arbeitsagentur Wesel und des Jobcenters Wesel sollen Langzeitarbeitslose möglichst mit beruflichen Ausbildungen oder Vorerfahrungen beraten, gemanagt und qualifiziert werden um diese dann langfristig in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Köpke weiter: „Wir stellen uns vor, dass durch intensive Kontakte mit unternehmen mit reinem Arbeitsmarktmonitoring die Bedarfe ermittelt werden und wir sind fest davon überzeugt, dass auch im Bereich der Arbeitslosen Potentiale vorhanden sind um als Baustein in der vernetzten Region Fachkräfte für die Zukunft zu gewinnen." Der Minister zeigte sich beeindruckt von dem kooperativen Geist der Arbeitsmarktakteure am Niederrhein und lobte deren Aktivitäten zur Bekämpfung von Jugendarbeitslosigkeit und zur Sicherung des Fachkräftebedarfes. Er war auch gekommen, um zuzuhören und Empfehlungen mit nach Düsseldorf ins Ministerium zu nehmen. Der Geschäftsführer des IMBSE e. V., Dr. Ulrich Rauter, freute sich als Gastgeber besonders über den Besuch des Ministers in der Metallausbildungswerkstatt des IMBSE. Angeregt unterhielt sich der Minister mit einer Auszubildenden. Dabei wurde deutlich, dass seine berufliche Herkunft ebenfalls aus dem Bereich der Metallverarbeitung kommt. Er informierte sich über die Berufsausbildung und die Erfolgschancen der jungen Menschen. Mit Stolz wies Geschäftsführer Ulrich Rauter darauf hin, dass die Prüfungserfolge bei 100% liegen und in der Metallbranche der Region nahezu jeder der Absolventen einen Arbeitsplatz findet. Das Thema Fachkräftemangel beherrschte die Diskussion. Seitens des IMBSE wurden Initiativen vorgestellt, bereits ab Schulklasse 7 Jugendlichen die Ausbildung im dualen System nahezubringen. Jürgen Voß, als Mitglied der Geschäftsführung im Bereich des Übergangs Schule-Beruf zuständig, präsentierte stolz zahlreiche Beispiele für erfolgreiche Übergänge in betriebliche Ausbildung. Im Zusammenwirken aller Beteiligten wurde deutlich, dass im regionalen Netzwerk das eigentliche Erfolgsgeheimnis besteht. Der Minister wies daraufhin, dass seine Vorstellung regionalisierter Arbeitspolitik genau darauf abzielt, gemeinsames, regionales Handeln zu unterstützen.

ministerbesuch_werkstattTeilnehmer des IMBSE hatten im Vorfeld die Metallwerkstatt in einen Konferenzraum verwandelt. Während der Veranstaltung bewiesen die jungen Menschen aus der hauswirtschaftlichen Berufsvorbereitung ihre Fähigkeiten, die vielen Gäste zu ihrer Zufriedenheit zu bewirten.