Regionalagentur NiederRhein, Arbeitspolitik NRW, Förderangebote NRW, Niederrhein
banner_dialog

uwm_banner_mediumrectangle300x250

Die Regionalagentur NiederRhein ist Erstberatungsstelle für das Programm unternehmensWert:Mensch.

logo_do_it

das_machen_wir

Arbeitsmarktreport NRW - Sonderbericht 2011 Drucken E-Mail

08.12.2011: Situation der Frauen am Arbeitsmarkt - hoher Anteil an geringfügiger Beschäftigung

Der Arbeitsmarktreport des NRW-Arbeitsministeriums informiert in dem neuen Sonderbericht 2011 zur Situation der Frauen am Arbeitsmarkt. Mit dieser statistischen Betrachtung der Erwerbssituation in NRW sind neben den allgemeinen Entwicklungen eine Reihe von Ergebnissen herauszustellen, die besonderen Handlungsbedarf anzeigen. Der neue Sonderbericht liefert auch eine statistische Basis, um sich mit den Potenzialen der Frauenerwerbstätigkeit für zukünftige Fachkräftebedarfe beschäftigen zu können.

In dem Sonderbericht 2011 wird die Situation der Frauen am Arbeitsmarkt anhand folgender Indikatoren dargestellt: Beteiligung an der Erwerbstätigkeit, an Branchen, Berufen, Arbeitszeit sowie Betroffenheit von Arbeitslosigkeit. Die Statistiken des Reports beziehen die 16 Arbeitsmarktregionen des Landes mit ein.

 Entwicklungen mit Handlungsbedarf:

  • Die Erwerbsquote der Frauen ist in den letzten Jahren in NRW kontinuierlich gestiegen. Im Vergleich zu den anderen Bundesländern liegt NRW mit knapp 66 % aber an vorletzter Stelle und mit nur 1,6 Prozentpunkten wies NRW die geringste Steigerung der Frauenerwerbsquote in den letzten vier Jahren auf.
  • Umgerechnet auf Vollzeitäquivalente wird deutlich, dass die Erwerbstätigkeit der Frauen nicht in allen Regionen gestiegen ist; in drei Regionen (Mittleres Ruhrgebiet, Märkische Region und Berg. Städtedreieck) gab es sogar eine Abnahme der Frauenerwerbstätigkeit in den letzten vier Jahren.
  • Fast jede zweite erwerbstätige Frau in NRW ist in Teilzeit beschäftigt.
  • Trotz eines Rückgangs der ausschließlich geringfügig beschäftigten Frauen in den letzten zwei Jahren gehört NRW zu den beiden Bundesländern, die mit rd. 23 % nach wie vor den höchsten Anteil dieser Beschäftigungsform aufweisen.
  • Große Unterschiede gibt es in der Erwerbsbeteiligung der Frauen, je nach Alter der Kinder bzw. der bestehenden Kinderbetreuungsangebote. Im Vergleich der 16 NRW-Regionen variiert die Erwerbstätigenquote der Frauen mit Kindern unter 3 Jahren im Jahr 2010 zwischen 30 % in Mülheim-Essen-Oberhausen und 48 % in Düsseldorf/Mettmann, während die Erwerbstätigenquote von Müttern mit Kindern unter 18 Jahren zwischen 54 % und 68 % lag.
  • Ebenfalls erheblich ist auch der Unterschied hinsichtlich der Berufsqualifikation bei den jungen Frauen im Alter von 15 bis 30 Jahren: Knapp 47 % der jungen Frauen mit Kindern haben keinen Berufsabschluss, während von den jungen Frauen ohne Kinder nur etwas mehr als 19 % ohne Abschluss sind.
  • Die größten Auspendlerregionen für Frauen stellen Emscher-Lippe, mittlerer Niederrhein, NiederRhein, Region Aachen und das Münsterland dar.

Sonderbericht 2011 '"Frauen am Arbeitsmarkt" (PDF)

Weitere Informationen finden Sie auch auf der Internet-Seite des NRW-Arbeitsministeriums: www.arbeit.nrw.de