Regionalagentur NiederRhein, Arbeitspolitik NRW, Förderangebote NRW, Niederrhein
banner_dialog

uwm_banner_mediumrectangle300x250

Die Regionalagentur NiederRhein ist Erstberatungsstelle für das Programm unternehmensWert:Mensch.

logo_do_it

das_machen_wir

Brüssel stärkt die Entwicklung der Regionen Drucken E-Mail

26.01.2012: Ausblick auf die künftige EU-Strukturfondspolitik: Energieeffizienz, Innovationen und KMU bleiben auch nach 2014 im Fokus
Die Europäische Kommission hat die Gesetzesentwürfe für ihre Strukturfondspolitik auf den Tisch gelegt. Kern der Reform ist, die EU-Projekte stärker an der europäischen Wachstumsagenda „Europa 2020“ auszurichten. Die wohlhabenderen Regionen sind dabei angehalten, verstärkt in Energieeffizienz, erneuerbare Energien und Innovationen zu investieren sowie kleine und mittlere Unternehmen zu unterstützen.

Neu eingeführt werden sogenannte Übergangsregionen, in denen das Bruttoinlandsprodukt pro Einwohner zwischen 75 und 90 Prozent des europäischen Mittels liegt — dorthin fließen 39 Milliarden Euro. Darauf hatten unter anderem die ostdeutschen Bundesländer gedrungen, die seit der EU-Osterweiterung nicht mehr unter der 75-Prozent- Marke liegen, die den Höchstfördersatz verspricht. In diese Regionen wird auch künftig mit 162,6 Milliarden Euro der größte Batzen gehen. Auch der ergänzend tätige Kohäsionsfonds bleibt erhalten.

Europas vergleichsweise wohlhabende Regionen, in denen das Pro-Kopf-Einkommen bei mehr als 90 Prozent des EU-Durchschnitts liegt, sollen zwischen 2014 und 2020 mit 53,1 Milliarden Euro einen etwa gleichbleibenden Anteil an den insgesamt 376 Milliarden Euro erhalten, die die EU-Kommission in diesem Bereich ausgeben will. Über den endgültigen Gesamtbetrag müssen sich die 27 Mitgliedstaaten jedoch noch einigen.

Ein weiterer wichtiger Aspekt des Entwurfes: Städte und der Bereich Stadtentwicklung würden gezielt mit EFRE-Mitteln unterstützt. Für Maßnahmen zur integrierten und nachhaltigen Stadtentwicklung sowie für die Einrichtung einer Stadtentwicklungsplattform zur Förderung des Austauschs zwischen Städten würde ein bestimmter Betrag zweckgebunden. Der Kommissionsvorschlag wird jetzt mit dem Europäischen Parlament und den Regierungen der EU-Länder erörtert. Ziel ist eine Annahme vor Ende 2012, damit die neuen kohäsionspolitischen Programme im Jahr 2014 anlaufen können. Parallel dazu gehen die Verhandlungen über den mehrjährigen Finanzrahmen für den gesamten EU- Haushalt weiter. Über die Zuweisungen an die Mitgliedstaaten und die nach Kategorien aufgeschlüsselte Liste der förderfähigen Regionen wird erst nach der endgültigen Annahme des vorgelegten Pakets abschließend entschieden. Den Verordnungsentwurf EFRE finden Sie hier.