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"Kein Kind zurücklassen – Kommunen in NRW beugen vor" Drucken E-Mail

29.03.2012: Offizieller Start des Modellvorhabens "Kein Kind zurücklassen – Kommunen in NRW beugen vor"
Ministerpräsidentin Hannelore Kraft und Dr. Brigitte Mohn vom Vorstand der Bertelsmann Stiftung haben gemeinsam das Modellvorhaben "Kein Kind zurücklassen - Kommunen in NRW beugen vor" offiziell gestartet.

Den Vertreterinnen und Vertreter der Städte und Gemeinden wurden in der Staatskanzlei in Düsseldorf die Urkunden für das Modellvorhaben überreicht. Insgesamt nehmen 18 Städte und Kreise daran teil: Arnsberg, Bielefeld, Dormagen, Dortmund, Duisburg, Düsseldorf, Gelsenkirchen, Gladbeck, Hamm, Moers, Mönchengladbach, Münster, Oberhausen, Witten, Wuppertal sowie die Kreise Düren, Unna und Warendorf.

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v.l.n.r. Dr. Brigitte Mohn (Bertelsmann-Stiftung); Dr. Jens Stuhldreier (Leiter der Regionalagentur NiederRhein); Thomas Krützberg (Leiter des Jugendamtes der Stadt Duisburg); Ministerpräsidentin Hannelore Kraft

Dr. Jens Stuhldreier, Leiter der Regionalagentur NiederRhein und Vertreter des Lenkungsausschusses (bestehend aus Jugendamt, Gesundheitsamt, BildungsHolding der Stadt Duisburg sowie der Entwicklungsgesellschaft Duisburg) sagt: "Es wird in Duisburg eine Präventionskette aufgebaut, die sich am Lebensweg eines Kindes orientiert. Eine Kette, die schon vor der Zeit der Schwangerschaft beginnt und bis zum erfolgreichen Übergang von der allgemeinbildenden Schule in eine Berufsausbildung oder in ein Studium reicht. Mit einbezogen werden alle Ansprechpartner zum Beispiel auch Kitas, die Jugendhilfe, Schulen, aber auch Ärzte und die Polizei. Wir wollen bereichs- und vor allem Ämterübergreifend mit einander kooperieren." Das Gesamtvorhaben umfasst folgende Handlungsebenen:

  • Aufbau und Entwicklung kommunalspezifischer Präventionsketten
  • Wissenstransfer zwischen den Kommunen im Modellvorhaben und anderen im Land
  • fachliche und finanzwirtschaftliche Untersuchung der Auswirkungen

Zur Begleitung der 18 Modellkommunen ist eine zentrale Koordinierungsstelle eingerichtet worden. Sie wird die Kommunen bei der Umsetzung ihrer jeweiligen Ziele unterstützen durch:

  • Beratung vor Ort bei der Erfassung des bestehenden Spektrums vorbeugender Angebote, der Identifizierung aktueller Herausforderungen und der Konkretisierung von Zielvorhaben,
  • bedarfsgerechte Coaching- und Qualifizierungsangebote,
  • den Aufbau eines Lernnetzwerks für den interkommunalen Wissens- und Erfahrungsaustausch,
  • Expertenhearings zur Ermittlung von präventivem Handlungsbedarf und daraus resultierenden Empfehlungen an Kommunen und Landesregierung,
  • eine bundesweite Bestandsaufnahme bestehender Präventionsmodelle mit dem Ziel, ein Referenzmodell für Kommunen zu schaffen.

Insgesamt sind 52 Kommunen in NRW dem Aufruf zum Modellvorhaben gefolgt und haben ihre Ideen und Konzepte für lokale Vorbeugung eingereicht.

Die Auswahl der Modellkommunen erfolgte in einem mehrstufigen Verfahren: Nach Prüfung der formalen Voraussetzungen wurden die inhaltlichen und konzeptionellen Lösungsansätze bewertet - und vor allem wie die soziale Lage von Kindern und Jugendlichen durch Vorbeugung verbessert werden kann. Außerdem sollte es einen repräsentativer Querschnitt der Kommunen in Nordrhein-Westfalen geben: Neben dem Verwaltungstyp (kreisfreie Städte, kreisangehörige Städte, Städte mit oder ohne Jugendamt) und der Region wurden auch die Einwohnerzahlen berücksichtigt. Die ausgewählten Kommunen erhalten eine finanzielle Förderung für ihren personellen und sachlichen Mehraufwand, die sich je nach Größe zwischen maximal 32.000 Euro und maximal 64.000 Euro bewegt. Durch gegenseitiges Lernen der Modellkommunen mit ihren unterschiedlichen Ansätzen und mithilfe einer umfassenden wissenschaftlichen Evaluierung sollen Erkenntnisse gewonnen werden, die auch den nicht teilnehmenden Kommunen dabei helfen sollen, vorbeugende Strukturen aufzubauen.

Dazu soll auch die Website www.kein-kind-zuruecklassen.de beitragen. Hier befinden sich alle wichtigen Informationen über das Modellvorhaben - Zahlen, Daten, Fakten und vor allem Einblicke in die Programme und Strategien der teilnehmenden Kommunen. So können alle Akteure schon jetzt von dem Modellvorhaben profitieren. Es ist geplant, die Website schon bald zu einer Austausch- und Diskussionsplattform auszuweiten.

Das Modellvorhaben ist in der ersten Phase bis 2015 angelegt. Beabsichtigt ist eine Fortsetzung bis 2020.