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Benachteiligung von MigrantInnen? Drucken E-Mail

02.08.2012 Studie: Menschen mit Migrationshintergrund fühlen sich häufiger benachteiligt
Migrantinnen und Migranten berichten fast doppelt so häufig von Benachteiligungserfahrungen wie die Mehrheitsbevölkerung. Das ist das Ergebnis einer Veröffentlichung der Antidiskriminierungsstelle des Bundes auf Basis einer Befragung des Sachverständigenrats deutscher Stiftungen für Integration und Migration (SVR) von mehr als 9200 Personen, in der Mehrzahl mit Migrationshintergrund.

Rund 24 Prozent der Befragten ohne und 42 Prozent der Befragten mit Migrationshintergrund gaben an, in einem der acht abgefragten Lebensbereiche (Bildung, Arbeitsmarkt, Ämter / Behörden, Nachbarschaft, Religionsausübung, Freizeitaktivitäten, öffentliche Transportmittel, Wohnungssuche) benachteiligt worden zu sein. Einen signifikanten Unterschied zwischen Ost- und Westdeutschland gab es dabei nicht. Die meisten Diskriminierungserfahrungen machten die befragten Migrantinnen und Migranten in den Bereichen Ämter und Behörden (22 %) und auf dem Arbeitsmarkt (19 %). mehr Schaut man nur auf Lebensbereiche, die für die Befragten in ihrer jeweiligen Lebensphase relevant waren – etwa den Besuch einer Bildungseinrichtung oder eine Erwerbstätigkeit – dann erhöhen sich diese Zahlen noch weiter: 24,3 Prozent aller am Arbeitsmarkt tätigen Migrantinnen und Migranten fühlten sich im vergangenen Jahr diskriminiert (davon über 40 % sehr oder eher stark) ebenso wie 23,7 Prozent der (Berufs-)Schülerinnen und Schüler (davon über ein Viertel sehr oder eher stark). Die angegebenen höheren Benachteiligungserfahrungen können auf real erlebte Situationen zurückgeführt werden aber auch auf eine erhöhte Sensibilität der Befragten. Das gilt insbesondere für diejenigen, die in Deutschland aufgewachsen, also hier sozialisiert sind, sich zugehörig fühlen und durchschnittlich umso sensibler auf Handlungen oder Haltungen reagieren, die diese Zugehörigkeit faktisch oder aus ihrer Sicht in Frage stellen.

Die Studie finden Sie hier.