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Auftaktveranstaltung „Kein Kind zurücklassen“ in Duisburg - Hochfeld Drucken E-Mail

28.08.2012 Auftaktveranstaltung „Kein Kind zurücklassen“ in Duisburg - Hochfeld

Am 29. August fand die Duisburger Auftaktveranstaltung des Modellprogramms „Kein Kind zurücklassen – Kommunen in NRW beugen vor“ in der Alten Feuerwache in Hochfeld statt. Jugendamtsleiter Thomas Krützberg begrüßte über 80 Teilnehmer/-innen aus der Verwaltung, sozialen Organisationen, Wohlfahrtsverbände, Jugendhilfe und Jugendarbeit, dem Gesundheitswesen und aus verschiedenensten Vereinen und Organisationen, und bat um ihr Engagement für diese Initiative. „Kein Kind zurücklassen“ wurde von der Landesregierung NRW zusammen mit der Bertelsmann Stiftung ins Leben gerufen und Duisburg als eine von 18 Kommunen aus 52 Bewerbungen zur Teilnahme ausgewählt.

Langfristiges Ziel des Programms ist es, „Präventionsketten“ aufzubauen, die eine möglichst lückenlose Unterstützung von Kindern/Jugendlichen schon vor der Geburt bis zum Berufseinstieg ermöglichen. Hilfen sollten angeboten werden, schon bevor es zu Problemen kommt.

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Dr. Jens Stuhldreier, Leiter der Regionalagentur NiederRhein

Das Jugendamt hat die Federführung für das Projekt, umgesetzt wird es aber von mehreren Ämtern in Kooperation. Eine Steuerungsgruppe, bislang mit Vertreterinnen des Gesundheitsamtes, der Bildungsholding der Stadt Duisburg, der EG DU Entwicklungsgesellschaft Duisburg mbH, des Amtes für Statistik, Wahlen und Europaangelegenheiten und des Jugendamtes koordiniert und begleitet die Umsetzung des Programms in Duisburg. Diese Einbeziehung der unterschiedlichen Fachämter sei, so Krützberg, wichtig für einen gelungenen Präventionsansatz, da nur so die breitgefächerten Angebote der Kommune gemeinsam betrachtet und im Sinne der Kinder der Stadt positiv nachbessert werden können. Die Steuerungsgruppe wird von Herrn Dr. Jens Stuhldreier vom Amt für Statistik, Wahlen und Europaangelegenheiten / Regionalagentur NiederRhein koordiniert.

Ideen zur Verbesserung sowie zum Aufbau von Präventionsketten können nur wirksam umgesetzt werden, wenn das Expertenwissen derjenigen Menschen, die tagtäglich mit Kindern und ihren Familien arbeiten und das Fachwissen der Planungsebene zusammengeführt werden. Deshalb wird die Beteiligung der Akteure vor Ort und der Austausch mit der Verwaltung ein zentraler Bestandtteil der Umsetzung. Die Ideen und Erkenntnisse der „Praktiker/-innen sollen positiv und wirksam eingebracht werden. In diesem Sinne werden Workshops zur Analyse der Situation auf der Stadtteilebene von Frau Dietrich, EG DU Entwicklungsgesellschaft Duisburg mbH, organisiert und moderiert. Eine Koordinierungsstelle des Landes, der ISA e.V. in Münster, steuert die Umsetzung in allen beteiligten Kommunen, organisiert Veranstaltungen zum interkommunalen Austauch und moderiert bei den Workshops auf der Stadtteilebene mit, um die Ergebnisse mit der Landesebene rückzukoppeln.

steuerungsgruppe

Steuerungsgruppe

Die Auftakt fand gestern in Hochfeld statt, weil die Umsetzung in diesem Stadtteil in den nächsten Jahren anfängt, um dann nach und nach langfristig die hier entwickelten erfolgreichen Ansätzen flächendeckend auszuweiten. Hochfeld wurde als Startpunkt ausgewählt, weil der Stadtteil eine sehr gute, konstruktive Kooperation zwischen den Organisationen der Kinder- und Jugendarbeit bereits aufweist. Es gilt, dieses Potential aufzugreifen und zu verbessern. Andererseits ist Hochfeld von besonderen Problemen und Herausforderungen - wie hohe Einwanderung, hohe Arbeitslosigkeit und Kinderarmut - gekennzeichnet. Das Modellprogramm ist eine Chance, die Aufmerksamkeit der Landesregierung auf diese Stärken und Schwächen zu richten, so dass diese Erkenntnisse in die künftige Landespolitik einfließen können. Im Rahmen des Modellprogramms wird der Fokus auf die Zielgruppe„Schwangerschaft bis 6 Jahre“ gerichtet. Für diese Altersgruppe werden als erster Schritt in gemeinsamen Workshops Ziele definiert. Wer sich für die Teilnahme am ersten Workshop in September interessiert, kann sich an Frau Karen Dietrich, EG DU, Tel. 0203/99429-41, wenden.  

Mit der Umsetzung dieses Modellprogramms ergibt sich für Duisburg und Hochfeld die einmalige Gelegenheit, das Thema Prävention in unserer Stadt kurz- und langfristig zur ersten Priorität zu machen und die Ergebnisse an das Land heranzutragen. Umso mehr freuten sich die Organisatorinnen über die große Resonanz und das starke Engagement für die Hochfelder Kinder.