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Bundespräsident Gauck verbringt viel Zeit in Duisburg Drucken E-Mail

26.11.12: Offizieller Antrittsbesuch zu dem Programm der Landesregierung "Kein Kind zurücklassen"

Joachim Gauck kam im Rahmen seines offiziellen Antrittsbesuchs nach Duisburg, um sich über das Programm der Landesregierung "Kein Kind zurücklassen" zu informieren. In der Kindertagesstätte Immendal wurden er und Ministerpräsidentin Hannelore Kraft von Oberbürgermeister Sören Link offiziell begrüßt, bevor die Kleinen dem Staatsoberhaupt ein Ständchen brachten. - Im Stadtteil Hochfeld wird gerade damit begonnen, das Modellprogramm der Landesregierung "Kein Kind zurücklassen" umzusetzen. Im Immendal kümmern sich frühzeitig unterschiedlichste Fachleute um das Wohl der jungen Leute - ein Engagement, das den Bundespräsidenten interessierte.

Bundespräsident Joachim Gauck traf sich mit den Erzieherinnen, mit Streetworkern und jungen Erwachsenen aus dem Stadtteil, um zu erfahren, wie das Modellprojekt praktisch umgesetzt wird. Bundespräsident Joachim Gauck zeigte sich im Gespräch mit den vielen Medienvertretern beeindruckt von der Arbeit im Immendal: "Dieses Projekt zeigt mir, dass es Menschen gibt, die etwas tun wollen." Sie würden junge Leute frühzeitig auf die Bahn bringen, damit sie in ihrem Leben eine Chance haben. Gauck: "Es ist ein Zeichen der Ermutigung."

Im Anschluss an den Besuch im Immendal fuhr Bundespräsident Joachim Gauck in den Landschaftspark Duisburg Nord, wo er sich am Abend ins Goldene Buch der Stadt Duisburg eintrug und mit engagierten Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch kam.

bundespräsident gauck_bürgerempfang bild 010a"Kein Kind zurücklassen" wurde von der Landesregierung NRW zusammen mit der Bertelsmann Stiftung ins Leben gerufen. Duisburg wurde als eine von 18 Kommunen aus 52 Bewerbungen zur Teilnahme ausgewählt. Langfristiges Ziel des Programms ist es, Präventionsketten aufzubauen, die eine möglichst lückenlose Unterstützung von Kindern und Jugendlichen schon vor der Geburt bis zum Berufseinstieg ermöglichen. Hilfen sollten angeboten werden, schon bevor es zu Problemen kommt. Das Familienzentrum "Immendal" ist ein Teil des Projektes. Oberbürgermeister Sören Link: "Im Stadtteil Hochfeld haben wir mit wenigen Ressourcen ein beispielhaftes Netz für Kinder, Jugendliche und Familien geschaffen. Durch die Zusammenarbeit verschiedener Institutionen ist dort ein bedarfsgerechtes Angebot entstanden."
Das Duisburger Jugendamt hat die Federführung für das Projekt, umgesetzt wird es aber von mehreren Ämtern in Kooperation. Eine Steuerungsgruppe aus Vertretern des Gesundheitsamtes, der Bildungsholding der Stadt Duisburg, der Entwicklungsgesellschaft Duisburg (EG DU), der Stabsstelle für Wahlen, Europaangelegenheiten und Informationslogistik/ Regionalagentur NiederRhein und des Jugendamtes koordiniert und begleitet die Umsetzung des Programms.

Die Einbeziehung der unterschiedlichen Fachämter sei, so Thomas Krützberg, Leiter des Duisburger Jugendamtes, wichtig für einen gelungenen Präventionsansatz, da nur so die breitgefächerten Angebote der Kommune gemeinsam betrachtet und im Sinne der Kinder der Stadt positiv nachgebessert werden können. Die Steuerungsgruppe wird von Dr. Jens Stuhldreier von der Regionalagentur NiederRhein, angesiedelt in der Stabsstelle für Wahlen, Europaangelegenheiten und Informationslogistik koordiniert. Eine Koordinierungsstelle des Landes, das ISA e.V. in Münster, stellt die wissenschaftliche Begleitung des Projektes sicher.

bundespräsident gauck_stuhldreier_bild 007aIdeen zur Verbesserung sowie zum Aufbau von Präventionsketten können nur wirksam umgesetzt werden, wenn das Expertenwissen derjenigen Menschen, die tagtäglich mit Kindern und ihren Familien arbeiten und das Fachwissen der Planungsebene zusammengeführt werden. Deshalb wird die Beteiligung der Akteure vor Ort und der Austausch mit der Verwaltung ein zentraler Bestandteil der Umsetzung. Die Ideen und Erkenntnisse der Praktiker sollen positiv und wirksam eingebracht werden. Für Oberbürgermeister Link eine starke Kombination: "Diese Fachleute arbeiten lange zusammen, sie stützen sich und machen sich Mut - sie sind engagierte Kämpfer für die Zukunft der Kinder."Die Auftaktveranstaltung zum Projektstart fand Ende August 2012 in Hochfeld statt, weil die Umsetzung in diesem Stadtteil in den nächsten Jahren anfängt, um dann nach und nach langfristig die hier entwickelten erfolgreichen Ansätze flächendeckend auszuweiten. Hochfeld wurde als Startpunkt ausgewählt, weil der Stadtteil bereits eine sehr gute, konstruktive Kooperation zwischen den Organisationen der Kinder- und Jugendarbeit aufweist. Es gilt, dieses Potential aufzugreifen und zu verbessern. Andererseits ist Hochfeld von besonderen Problemen und Herausforderungen - wie hohe Einwanderung, hohe Arbeitslosigkeit und Kinderarmut - gekennzeichnet.

Das Modellprogramm ist eine Chance, die Aufmerksamkeit der Landesregierung auf diese Stärken und Schwächen zu richten, so dass die Erkenntnisse der Arbeit vor Ort in die künftige Landespolitik einfließen können. Im Rahmen des Modellprogramms wird der Fokus auf die Zielgruppe "Schwangerschaft bis 6 Jahre" gerichtet. Für diese Altersgruppe werden als erster Schritt in gemeinsamen Workshops Ziele definiert. Mit der Umsetzung des Programms "Kein Kind zurücklassen" ergibt sich für Duisburg und Hochfeld die einmalige Gelegenheit, das Thema Prävention in der Stadt kurz- und langfristig zur ersten Priorität zu machen und die Ergebnisse an das Land heranzutragen.