Regionalagentur NiederRhein, Arbeitspolitik NRW, Förderangebote NRW, Niederrhein
banner_dialog

uwm_banner_mediumrectangle300x250

Die Regionalagentur NiederRhein ist Erstberatungsstelle für das Programm unternehmensWert:Mensch.

logo_do_it

das_machen_wir

Fortschrittsbericht 2014 Drucken E-Mail

12.03.14: Bundeskabinett beschließt 2. Fortschrittsbericht zum Fachkräftekonzept

Das Kabinett hat heute den zweiten Fortschrittsbericht zum Fachkräftekonzept der Bundesregierung beschlossen. Der demografische Wandel in Deutschland führt absehbar zu einem deutlichen Rückgang des Erwerbstätigenpotenzials. Bereits heute gibt es in verschiedenen Berufen und Regionen zu wenig qualifizierte Arbeitskräfte. Die Engpassanalyse der Bundesagentur für Arbeit vom Dezember 2013 weist 20 Berufsgruppen mit Fachkräftemangel im Bereich der technischen Berufe und der Gesundheits- und Pflegeberufe aus.

Neben Humanmedizinern und Pflegefachkräften fallen darunter unter anderem Ingenieurberufe, Energietechniker sowie Informatik- und Softwareexperten.


Das sind die zentralen Aufgaben:

  • Fast die Hälfte der Frauen arbeitet in Teilzeit. Das ist der drittletzte Platz in Europa. Der Weg für Frauen ins Berufsleben oder dorthin zurück muss leichter werden. Wir brauchen ein Recht auf Rückkehr in Vollzeit. Zudem muss der Ausbau der Kinderbe-treuung weitergehen, damit insbesondere Mütter Beruf und Familie besser vereinbaren können.
  • Noch immer haben 1,4 Mio. Menschen zwischen 25 und 34 Jahren keinen Berufsabschluss. Junge Menschen dürfen aber nicht mehr ohne Ausbildung ins Arbeitsleben geschickt werden. Die guten Erfahrungen in Hamburg mit Jugendberufsagenturen müssen in ganz Deutschland Verbreitung finden. Nachqualifizierung muss eine „2. Chance“ schaffen für die, die ohne Abschluss sind.
  • Bei den 60 bis 64-jährigen fällt die Quote derer, die im Berufsleben stehen, deutlich ab: Dort arbeitet nur noch jeder zweite. Das vorhandene Potenzial der Älteren ist also noch nicht ausgeschöpft. Dabei haben die Unternehmen viele Möglichkeiten, um älte-re Fachkräfte länger einzubinden und zu motivieren – zum Beispiel durch alternsgerechte Arbeitsplätze, kluge Arbeitszeitmodelle und passgenaue Weiterbildungsangebote.

Die Bundesregierung hatte in ihrem Fachkräftekonzept, das im Juni 2011 in Meseberg verabschiedet wurde, fünf Sicherungspfade benannt:

 1) Aktivierung und Beschäftigungssicherung

2) bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf

3) Bildungschancen für alle von Anfang an

4) Qualifizierung: Aus- und Weiterbildung sowie

5) Integration und qualifizierte Zuwanderung

Das Konzept wird laufend weiter entwickelt. Zudem wird auch künftig regelmäßig überprüft, ob die gesetzten Ziele erreicht werden konnten und wo die Strategie zur Fachkräftesicherung angepasst werden muss. Den zweiten Fortschrittsbericht finden Sie hier.