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EQUAL PAY DAY 2015 Drucken E-Mail

23.03.2015: Aktionsveranstaltung Equal Pay Day - 20. März in Duisburg-Homberg 

Anlässlich des Equal Pay Day am 20. März richteten die Regionalagentur NiederRhein in Kooperation mit dem Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales des Landes NRW, dem Business and Professional Women Club Düsseldorf e. V., dem Kompetenzzentrum Frau und Beruf Niederrhein, dem DGB-Region Niederrhein, dem Frauenbüro/Gleichstellungsstelle der Stadt Duisburg und der Gesellschaft für innovative Beschäftigungsförderung mbH im Rahmen der Initiative "Faire Arbeit - Fairer Wettbewerb" ihre Aufmerksamkeit dem Themenschwerpunkt "Spiel mit offenen Karten: Was verdienen Frauen und Männer?".

150320_epd_2015 duisburg_aktionsbündnisAm Vormittag informierten auf der Aktionsfläche auf dem Marktplatz und vor dem Bezirksrathaus in Duisburg-Homberg Expertinnen und Experten der Minijobzentrale, der Deutschen Rentenversicherung Rheinland und der beteiligten Organisationen rund um die Themen Minijobs, Mindestlohn, Alterssicherung, faire Löhne und berufliche Weiterbildung.

Musikalisch untermalt wurde der Equal Pay Day auf dem Homberger Markt durch Anke Johannsen -Piano und Gesang - und Jens Otto - Cajòn.  

 

Foto Stadt Duisburg: i.d.Mitte Ingrid Schleimer (NRW-Arbeitsministerium), v.l. Magdalena Kowalczyk (Regionalagentur NiederRhein), Maria Piechowska und Barbara Görner (BPW Club Düsseldorf e.V. - beide mit einer roten Equal Pay Day-Tasche), Hans-Joachim Paschmann (Bezirksbürgermeister Duisburg-Homberg/Ruhrort/Baerl), Angelika Wagner (DGB-Region Niederrhein), 2. Reihe v.l. Karin Linde (G.I.B.), Gabriele Coché-Schüer und Katharina Küpper-Schreiber (Kompetenzzentrum Frau und Beruf Niederrhein), Dr. Jens Stuhldreier (Regionalagentur NiederRhein), Doris Freer (Gleichstellungsstelle Stadt Duisburg) und Simone Rath (BPW Club Düsseldorf e.V.)

Bei dem anschließenden Pressegespräch im Bezirksrathaus Homberg unterstrich Ingrid Schleimer vom Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales des Landes NRW, dass Frauen zwar am Arbeitsmarkt aufholen, aber oft nur in Teilzeit und im Minijob arbeiten, um Familienalltag und Beruf unter einen Hut zu bekommen. Knapp 300.000 Frauen sehen sich in NRW als unterbeschäftigt und würden gerne mehr arbeiten. Für das Land NRW komme es darauf an, die Potenziale der Frauen als Fachkräfte künftig noch stärker zu nutzen. Um die Entgeltungleichheit zwischen Männern und Frauen wirksam zu  bekämpfen, hat Bundesfrauenministerin Manuela Schwesig den Entwurf eines Gesetzes zur Entgeltgleichheit von Männern und Frauen angekündigt.150320_epd_presse_stuhldreier_schleimer_mosblech_rath08

Auf die Bedeutung der Frauen für den Arbeitsmarkt und den Standort Duisburg ging Bürgermeister der Stadt Duisburg Volker Mosblech ein. Die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Duisburg, Doris Freer, wies auf das besondere Problem der vielen Migrantinnen hin, mit dem sich Duisburg auseinandersetzen müsse. Aber auch im öffentlichen Dienst wie z. B. der Stadtverwaltung Duisburg sieht sie Untersuchungs- und Handlungsbedarf in Sachen Entgeltgleichheit.

Angelika Wagner, Regionsgeschäftsführerin der DGB Region Niederrhein, erklärte, dass viele Frauen in der Region im Niedriglohnsektor arbeiten. Nach dem Mindestlohn müsse das Entgeltgleichheitsgesetz für mehr Gerechtigkeit sorgen.

Simone Rath vom Business and Professional Women Germany Club Düsseldorf e.V. bekräftigte die Bedeutung des Equal Pay Days und forderte Transparenz bei der Bezahlung. Seit dieser Aktionstag 2008 in Deutschland eingeführt worden war, sei sehr viel bewegt worden.

Katharina Küpper-Schreiber, Kompetenzzentrum Frau und Beruf Niederrhein, führte aus: „Wir sehen eine wichtige Aufgabe darin, gerade kleine und mittlere Unternehmen für die Gleichbehandlung bei der Bezahlung ihrer Belegschaft zu sensibilisieren, denn Lohngleichheit für gleichwertige Arbeit einzufordern, kann nicht nur die Sache aufmüpfiger Frauen sein. Arbeitgeber und Arbeitgeberinnen müssen diesen lauter werdenden Unmut wahrnehmen und darauf mit transparenter Gehaltspolitik in ihren Unternehmen reagieren. Die Botschaft muss auch aus den Büros der Chefinnen und Chefs kommen: Bei uns gibt es keinen einzigen triftigen Grund für eine unterschiedliche Bezahlung von gleicher Arbeitsleistung.“

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"Nach der gesetzlichen Pflicht zur Frauenquote rollt das nächste Geschlechterthema auf die Wirtschaft zu", so abschließend Dr. Jens Stuhldreier, Leiter der Regionalagentur NiederRhein, "Bundesfrauenministerin Manuela Schwesig kündigte einen Entwurf für ein „Gesetz zur Entgeltgleichheit von Frauen und Männern“ an. Die Ministerin möchte das im Koalitionsvertrag vereinbarte "Gesetz zur Entgeltgleichheit von Frauen und Männern" noch dieses Jahr auf den Weg bringen. Unternehmen mit mehr als 500 Beschäftigten müssen nach den ersten Entwürfen in einem jährlichen Lagebericht über die Bezahlung von Männern und Frauen berichten. Arbeitnehmerinnen erhalten einen individuellen Anspruch auf Auskunft über das Durchschnittsentgelt ihrer Kollegen mit vergleichbarer Tätigkeit. Eingeführt werden sollen ferner verbindliche Verfahren zur Beseitigung von Entgeltdiskriminierung in eigener Verantwortung der Unternehmen." Nach Einschätzung von Dr. Stuhldreier bleibt es eine spannende Frage, ob die Arbeitgeberverbände dieses Projekt nicht als Frontalangriff auf die Tarifpartnerschaft empfinden." 150320_epd_presse_fachpublikum

Nachmittags fand ein Workshop „Spiel mit offenen Karten: „eg-check.de“ anwenden“ statt, das in Kooperation mit der G.I.B. und der Regionalagentur NiederRhein durchgeführt wurde. Sarah Lillemeier, Hans-Böckler-Stiftung, informierte anhand praktischer Beispiele, wie mit dem Instrument „eg-check.de“ geprüft werden kann, ob gleiches Entgelt für gleiche bzw. gleichwertige Arbeit bezahlt wird.

„Erstmalig hat sich in Duisburg anlässlich des Equal Pay Days ein starkes und vielfältiges Aktionsbündnis zusammengeschlossen," so Magdalena Kowalczyk, Regionalagentur NiederRhein und Koordinatorin des EPD in Duisburg, "die Regionalagentur NiederRhein hat die  Initiative in Duisburg vorangebracht, um die unterschiedlichen Facetten zum diesjährigen Slogan „Spiel mit offenen Karten: Was verdienen Frauen und Männer?“ zu beleuchten und ein Forum zu schaffen, das darauf hinwirkt, sich mit der aktuellen Entgeltpraxis auseinander zu setzten.“ 

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Weitere Informationen:

- Pressebericht zum Equal Pay Day in Duisburg/ Interview mit Frau Schleimer, NRW-Arbeitsministerium, im WDR-Fernsehen, Lokalzeit Duisburg, "Kompakt" vom 20.03.2015 (bei 13.00 Min.): www1.wdr.de - Mediathek - Lokalzeit aus Duisburg

- Infos aus dem G.I.B. NRW-Arbeitsmarktreport "Frauen am Arbeitsmarkt" finden Sie hier.

- Entgeltgleichheit prüfen mit "eg-check.de": hier

- Lohn- und Gehalts-Check mit Lohnspiegel.de: hier

- Initiative "Faire Arbeit - Fairer Wettbewerb" des Landes NRW: hier