Regionalagentur NiederRhein, Arbeitspolitik NRW, Förderangebote NRW, Niederrhein
banner_dialog

uwm_banner_mediumrectangle300x250

Die Regionalagentur NiederRhein ist Erstberatungsstelle für das Programm unternehmensWert:Mensch.

logo_do_it

das_machen_wir
wortmarke_bbe_2012_mais
logo_weiterbildung_duisburg

grafik_online_beratung

Über das Portal Weiterbildungsberatung NRW beraten wir Sie gern auch online in einem datengeschützten Bereich.


Neue Herausforderung Industrie 4.0 Drucken E-Mail

20.04.2016: Staatssekretärin Zypries besucht die Region NiederRhein

Auf Einladung der SPD-Bundestagsabgeordneten Siegmund Ehrmann und Dr. Hans-Ulrich Krüger kam die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundeswirtschaftsministerium und frühere Bundesjustizministerin Brigitte Zypries am 20. April zu einem Besuch an den Niederrhein.

Erster Programmpunkt am Nachmittag war der Besuch des FabLab an der Hochschule Rhein-Waal in Kamp-Lintfort. FabLab steht für „Fabrication Laboratory“ und bezeichnet eine High-Tech-Werkstatt, in der Schüler, Studierende, Gründer und Unternehmen mit moderner Fertigungstechnologie vertraut gemacht werden. Das FabLab bietet auf über 500 m² nicht nur den Raum, sondern auch die nötigen Maschinen, um eigene Ideen zu verwirklichen. Schon jetzt bauen z.B. in kostenlosen Workshops Schüler ihren eigenen 3D-Drucker.

Nach der Begrüßung durch die Hochschulpräsidentin Frau Dr. Naderer und den Direktor des FabLab Herrn Prof. Karsten Nebe begutachtete Brigitte die Zypries die mit 3D-Druckern gefertigten Produkte. Ebenfalls faszinierte sie auch die im Nebenraum gerade stattfindende Telefonkonferenz mit verschiedenen anderen FabLabs. Dort tauschten Studierende Informationen und Fragestellungen mit Gleichgesinnten in der ganzen Welt aus. Angesichts dieser beeindruckenden technischen Möglichkeiten ergab sich ein Gespräch über den Strukturwandel in der Region mit dem ebenfalls anwesenden Bürgermeister der Stadt Kamp-Lintfort, Herrn Prof. Landscheidt, verbunden mit der Hoffnung, dass die Hochschule eine positive Auswirkung auf Firmengründungen und die Attraktivität des Standorts unserer Region hat. Dazu führte Dr. Jens Stuhldreier, leiter der Regionalagentur NiederRhein entsprechend aus: "Die Hochschule Rhein-Waal macht sich auf den Weg, um in Kooperation mit der RWTH Aaachen und der Hochschule Ruhr West ein 3D-Kompetenzzentrum für die Region NiederRhein zu entwickeln. Das Kompetenzzentrum soll mit einem Volumen von 3,9 Millionen Euro aus dem REGIO.NRW-Wettbewerb gefördert werden."

 zypries 20042016_img_3374

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

v.l.n.r.: Siegmund Ehrmann, MdB; Brigitte Zypries, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundeswirtschaftsministerium; Dr. Jens Stuhldreier, Leiter der Regionalagentur NiederRhein

 

 

 

Im Anschluss an den Besuch in der Hochschule Rhein-Waal wurde im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Fraktion vor Ort“ der SPD-Bundestagsfraktion eine Podiumsdiskussion zum Thema Industrie 4.0. in Moers durchgeführt.

Das Eingangsreferat hielt die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundeswirtschaftsministerium Brigitte Zypries. In einem anschaulichen Beispiel über computergesteuerte individuell zusammengesetzte Müslimischungen erläuterte sie dem Publikum den Begriff Industrie 4.0. Dahinter verbirgt sich eine Strategie, Technik und Arbeitsabläufe dem digitalen Zeitalter vollständig anzupassen und alle Firmenbereiche wie etwa Produktentwicklung, Produktion, Logistik und Kundenmanagement internetbasiert zu vernetzen. Bei allem Streben nach Qualität, Effizienz und Konkurrenzfähigkeit – das Rad dreht sich immer schneller. Welchen Platz werden Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer künftig einnehmen? Wie entwickeln sich Berufsbilder? Und wie ist die Teilhabe der Arbeitnehmer sicher zu stellen?

Darüber diskutierten neben Brigitte Zypries auf dem Podium Antonia Kühn, Abteilungsleiterin Hochschule, Wissenschaft und Forschung des DGB NRW, Prof. Dr. Andreas Schürholz, Dekan der Fakultät Kommunikation und Umwelt der Hochschule Rhein-Waal, Dr. Jens Stuhldreier, Leiter der Regionalagentur NiederRhein sowie René Wettengel, Geschäftsführer delego e.K.

"Aus meiner Sicht sind in der Diskussion um das Thema "Industrie 4.0" insbesondere folgende Aspekte von entscheidender Bedeutung: 1. Wir benötigen eine gesamtgesellschaftliche Diskussion unter dem Titel Wirtschaft und Arbeit 4.0; 2. Wir müssen ein Leitbild "Gute Arbeit in der digitalisierten Welt" entwickeln; 3. Das Thema "4.0" ist eine enorme Herausforderung für die mittelständische Wirtschaft in NRW"; 4. "Industrie 4.0" benötigt eine gute Infrastruktur min Form von Breitbandinternet; 5. Industrie 4.0 benötigt Regulierung, so Dr.Jens Stuhldreier in einem Eingangsstatement.

Einige waren sich alle Beteiligten, dass der Mensch im Mittelpunkt bleiben muss und im digitalen Zeitalter neue Arbeitsschutz- und Arbeitszeitregelungen benötigt werden und lebenslanges Lernen erforderlich sein wird.

zypries 20042016_img_3400