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Flüchtlinge in Ausbildung und Beschäftigung bringen - Thema im Facharbeitskreis Drucken E-Mail

09.05.2016: Facharbeitskreis Gleichstellung der Region NiederRhein tagte bei der Niederrheinischen IHK

Am 4. Mai fand die Sitzung des Facharbeitskreises Gleichstellung der Region NiederRhein unter dem Thema „Menschen mit Fluchterfahrung in Ausbildung und Beschäftigung bringen“ in den Räumlichkeiten der Niederrheinischen IHK in Duisburg statt. Als Gastreferenten begrüßte Frau Freer, Vorsitzende des Facharbeitskreises Gleichstellung, Herrn Blechschmidt, Agentur für Arbeit Duisburg (Bereichsleiter), und Frau Deutschmann, Niederrheinische IHK.

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Herr Blechschmidt, Agentur für Arbeit Duisburg, berichtete über die Arbeit des "Integration Point Duisburg". Als Anlaufstelle der Agentur für Arbeit Duisburg und des jobcenters Duisburg  wurde im Januar d. J. der "Integration Point Duisburg" bei der Duisburger Arbeitsagentur eröffnet, um so gezielt Flüchtlinge und Asylbewerber zu erreichen und die Kompetenzen mit den Sozialämtern und Ausländerbehörden zu bündeln. Zudem wird eng mit den relevanten Akteurinnen und Akteuren zusammengearbeitet. Insgesamt zielt die Arbeit auf die frühzeitige Arbeitsmarktintegration von Asylbewerbern und -bewerberinnen ab. „Wir machen an einem Ort, schon vor Beendigung des Asylverfahrens,  frühzeitig alle notwendigen Schritte zur Integration in den Arbeitsmarkt. Der Spracherwerb, die Anerkennung von Zeugnissen, aber auch die Anpassung von vorhandenen Qualifikationen an hiesige Standards gehören dazu. Denn Personen mit einer hohen Bleibewahrscheinlichkeit haben durch Arbeit die besten Integrationschancen in die Gesellschaft“, erläuterte Herr Blechschmidt die Arbeit im „Integration Point Duisburg“.

Im Anschluss referierte Frau Deutschmann zu den Angeboten der Niederrheinischen IHK (NIHK), um Flüchtlinge in Ausbildung und Beschäftigung zu bringen.Dafür hat die NIHK ein "Sofortprogramm" entwickelt. So ist darin enthalten ein Leitfaden für die Beschäftigung von Flüchtlingen. Hier werden Antworten auf Fragen gegeben wie z. B. "Dürfen Flüchtlinge einer Beschäftigung oder Ausbildung nachgehen?" oder "Wie werden sie sozialversichert?". Außerdem sollen „Unternehmen durch Willkommenslotsen der Kammer gezielt und individuell unterstützt werden. Diese beraten Betriebe, wer für eine Arbeitsaufnahme oder Berufsausbildung in Frage kommt, welche Formalitäten zu klären sind, welche Angebote zu Sprachförderung bestehen und wie die Anerkennung ausländischer Berufsqualifikationen funktioniert“, informierte Frau Deutschmann. Für Unternehmen, die Flüchtlingen Praktikums- und Ausbildungsplätze anbieten wollen, stellt die Niederrheinische Industrie- und Handelskammer auf ihrer Internetseite www.ihk-niederrhein.de einen Leitfaden zur Verfügung. (Link - Info-Broschüre "Flüchtlinge in Ausbildung und Beschäftigung bringen")

Herr Dr. Stuhldreier, Leiter der Regionalagentur NiederRhein, informierte über eine neue Broschüre „Demokratie für mich“, die künftig in der politischen Bildungsarbeit mit Flüchtlingen in Nordrhein-Westfalen eingesetzt wird. Entwickelt wurde sie von der Landeszentrale für politische Bildung in Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales (MAIS). „Der Leitfaden ist in einfacher Sprache gehalten, verständlich illustriert und wird in den Flüchtlingsunterkünften im Land verteilt, aber auch in der Quartiersarbeit der Landeszentrale und des MAIS eingesetzt. Die Landeszentrale plant auf dieser Grundlage auch Veranstaltungen für schulpflichtige Flüchtlinge. Das Themenspektrum reicht von Verfassungsprinzipien wie Demokratie und Freiheitsrechten über die Gleichberechtigung von Mann und Frau bis hin zu Religionsfreiheit und Kinderrechte.“ (Link - Broschüre "Demokratie für mich")

Frau Kowalczyk (Geschäftsstelle Facharbeitskreis Gleichstellung/Regionalagentur NiederRhein) hatte zu einem Informationsaustausch Frau Dr. Weßler-Poßberg zu der Sitzung eingeladen. Frau Dr. Weßler-Poßberg ist für die Leitung der Landeskoordinierung der Kompetenzzentren Frau und Beruf Nordrhein-Westfalen (Prognos AG) zuständig und zeigte sich beeindruckt von der Arbeit im Facharbeitskreis "die regionale Vernetzung zwischen Gleichstellung und Arbeitsmarkt wird in der Region NiederRhein vorbildlich gelebt“.