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Moderne Personalpolitik Drucken E-Mail

31.05.2017: Regionalagentur beteiligte sich am Fachtag "Frauen fördern - Fachkräfte sichern durch flexible Arbeitszeiten"

Am 31. Mai fand ein Fachtag "Frauen fördern - Fachkräfte sichern durch flexible Arbeitszeiten" im Kultur- und Stadthistorischem Museum in Duisburg statt. Das Kompetenzzentrum Frau und Beruf Niederrhein hatte gemeinsam mit der Regionalagentur NiederRhein und dem DGB-Region Niederrhein hierzu eingeladen. Referentinnen und Referenten des Fachtages vermittelten einen anschaulichen und praktischen Einblick in Handlungsfelder der lebensphasenorientierten Personalpolitik und Möglichkeiten der Arbeitszeitgestaltung.

In der Keynote des Fachtages gab Prof. Dr. Jutta Rump, renommierte Expertin für Human Resources am Institut für Beschäftigung und Employability, ihre Einschätzung zu „Arbeitszeiten an Lebensphasen orientieren“ und referierte zu den Gestaltungsmöglichkeiten im Sinne einer neu auszurichtenden Personalpolitik. Prof. Dr. Rump ist unter anderem als fachtag flexible arbeitszeiten_prof. rumpdscn5666Themenbotschafterin für ‚Chancengleichheit & Diversity‘ bei der Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA) für kleine und mittelständische Unternehmen bundesweit aktiv. Damit Arbeitszeitmodelle und Arbeitszeitlösungen angeboten und umgesetzt werden können, benötigt es aus ihrer Sicht ein Verständnis von Arbeitszeit als "Flexibilitätsfaktor" und darüber hinausgehend sollten die Dimensionen der Zeitpolitik im Blick behalten werden. In diesem Kontext sieht Prof. Dr. Rump einen deutlichen Vorteil bei den Unternehmen, denen es gelingt, den Vermögenswert der Beschäftigungsfähigkeit ihrer Mitarbeiterinnen im Blick zu behalten. Grundlage dafür sei, dass es den Führungsverantwortlichen gelingt, durch geeignete Instrumente und Maßnahmen die Balance zwischen Berufs- und Lebensphasen ihrer Beschäftigten herzustellen und zu halten. Der Vortrag zeigte deutlich, dass ein dynamischer Aushandlungsprozess erforderlich ist, der hohe Anforderungen an alle betrieblichen Akteurinnen und Akteure stellt.  

 

Angelika Wagner, Geschäftsführerin DGB-Region Niederrhein, beleuchtete in ihrem Vortrag „Arbeit der Zukunft – Zeit zu gestalten“ die regionsspezifische Datenlage. fachtag flexible arbeitszeiten_wagnerdscn5706So verdeutlichte sie, dass in Duisburg der Anteil der Frauen an der Gesamtbeschäftigung leicht ansteigt, aber immer noch unter dem Bundesdurchschnitt liegt und dass die Teilzeitbeschäftigung immer noch frauenspezifisch ist. Hinsichtlich der Arbeitszeitformen wird u. a. die Abnahme der in Normalarbeitszeit Beschäftigten und die stärkste Entwicklung der Teilzeitbeschäftigung im Dienstleistungssektor beschrieben. Gestaltungsbedarfe an die Arbeitszeit ergeben sich aus ihrer Sicht zum einen aus den Situationen der Beschäftigten (z.B. Alterssicherung, berufliche Entwicklungsmöglichkeiten, Vereinbarkeit von Familie und Beruf etc.) der Betriebe (Fachkräftesicherung) und den sich ändernden Anforderungen und Rahmenbedingungen der Arbeitsplätze. 

  

 

In einem moderierten Gespräch zeigten Experten anhand von Beispielen aus ihrer beruflichen Praxis auf, welche Arbeitszeitmodelle welche Vorteile bringen: Dr. Andreas Veres, PCG-Project Consult GmbH, berichtete über seine Erfahrungen in der Beratung von Arbeitszeitmodellen. fachtag flexible arbeitszeiten_talkrundedscn5758Reiner Scholten, Geschäftsführer des Café Scholten, und Manuela Spaltmann, Pflegedienstleitung AWO Soziales Zentrum Wesel, stellten gute Praxis aus betrieblicher Perspektive dar. Bei der Vorstellung der Best Practice Beispiele wurde deutlich, dass Vieles machbar ist, wenn die Beteiligten miteinander im Gespräch bleiben und eine Kultur für ein Miteinander geschaffen wird. Als Grundlage für den offenen Umgang sehen beide Unternehmensvertreter eine Vertrauensbasis, die im Betrieb aufgebaut werden müsse.

 

 

 

Gabriel Spitzner, Leiter der Regionalagentur NiederRhein, geht einleitend darauf ein, dass flexible Arbeitszeiten zur Optimierung der betrieblichen Abläufe sowie zur Erhaltung der Leistungsbereitschaft und Gesundheit der Beschäftigten beitragen. Auch im Hinblick auf den demografischen Wandel erhöhen sie die Attraktivität des Unternehmens bei der Rekrutierung und Bindung von Fachkräften. fachtag flexible arbeitszeiten_spitznerdscn5745Deshalb unterstützt das Land Nordrhein-Westfalen kleine und mittlere Unternehmen (KMU) und ihre Beschäftigten mit Förderangeboten. Dabei geht es um Förderprogramme zur Gestaltung einer modernen Arbeitsorganisation und Personalentwicklung sowie Qualifizierung für Unternehmen und Beschäftigte, die das Landesarbeitsministerium aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und des Landes Nordrhein-Westfalen zur Verfügung stellt. 

- Potentialberatung NRW      - Qualifizierungsberatung für Unternehmen          

 

 

 

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Weitere Informationen zu den Angeboten des Kompetenzzentrums Frau und Beruf Niederrhein